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Bonner Vebowag erzielt Millionen-Gewinn
Städtische Wohnungsbau AG will Debatte um amerikanischen Club bis Ende des Jahres abschließen
Bonn. Mit einem Jahresüberschuss von 1,9 Millionen Euro hat die Vereinigte Bonner Wohnungsbau AG (Vebowag) ihr Geschäftsjahr 2008 abgeschlossen. "Das Unternehmen ist gut aufgestellt und ein handlungsfähiger Akteur am Bonner Wohnungsmarkt", sagte Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Peter Gilles dem General-Anzeiger.
Die Vebowag ist der größte Bonner Wohnungseigentümer und hat rund zwei Drittel des Überschusses in die Rücklage eingestellt. Freuen können sich auch die Aktionäre: An sie wird der verbleibende Bilanzgewinn von 525 000 Euro ausgeschüttet. Hauptnutzer ist die Stadt, die zu 92 Prozent an der Gesellschaft beteiligt ist. Sie erhält rund 470 000 Euro. Das Eigenkapital der AG beträgt 60,9 Millionen Euro. Vorstand Michael Kleine-Hartlage nannte einige Zahlen:
- Die Vebowag bewirtschaftet 7 383 Mieteinheiten. Davon sind 6 135 in ihrem Bestand, von denen wiederum rund 80 Prozent öffentlich gefördert sind und die Stadt somit ein Belegungsrecht hat.
- Die Mietausfälle schlagen mit 1,5 Millionen Euro zu Buche; das sind etwa ein Prozent der Gesamtmieteinnahmen.
- In Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen wurden 15,2 Millionen Euro investiert.
- Neue Mietwohnungen wurden 2008 nicht gebaut; für kommendes Jahr seien aber Neubauten in Planung.
Zur aktuellen Diskussion um die Erweiterungspläne der Bonn International School (BIS) in Bad Godesberg sagte Kleine-Hartlage, es sei eine "Frechheit", wenn die Stadt behaupte, die Vebowag würde diese Pläne blockieren.
Indem die Stadt jedoch der BIS die angrenzenden Grundstücke für einen niedrigen Preis in Aussicht gestellt habe, berücksichtige sie nicht, dass "wir eine Aktiengesellschaft sind, die Grundstücke nicht unter Wert verkaufen kann", sagte Gilles, der ebenso wie der Vorstand eine Lösung bis zum Jahresende in Aussicht stellte.
Dabei gebe es zwei Möglichkeiten: entweder die Vebowag verkaufe oder vermiete das gesamte, 18 0000 Quadratmeter große Areal samt darauf stehendem ehemaligen amerikanischen Club an die Schule, oder man nehme das unter Denkmalschutz stehende Clubgebäude heraus und veräußere es separat. Gilles: "Für dieses Objekt gibt es mehrere Interessenten." Nach GA-Informationen auch Solarworld-Chef Frank Asbeck.
Artikel vom 29.08.2009, General-Anzeiger